‘Brauereien‘

Bier-Abfüllung in der Abfüllerei

Bier Abfüllung - Abfüllerei

Erst auf dem Höhepunkt der Reife, wenn das Bier sich mit Kohlensäure angereichert hat und edel im Geschmack ist, gibt es der Braumeister zum Abfüllen frei. Bevor das Bier abgezogen werden kann, müssen die restlichen Trübstoffe, hauptsächlich Eiweiß und Heferückstände, ausgefiltert werden. Blank und glanzklar verlässt das Bier auf dem Weg vom Lagerkeller zur Abfüllerei die Filter. Automatische Druckregler und Pumpen sorgen für einen stets gleichmäßigen Druck vom Lagertank bis in die Fässer und Flaschen. Vom Sudhaus bis zur gefüllten Flasche und zum gefüllten Fass durchläuft das Bier den gesamten Herstellungsprozess in geschlossenen sterilisierten Leitungen und Gefäßen. Es kommt mit keines Menschen Hand mehr in Berührung. Das Abfüllen in Fässer und Flaschen geht bei hoher Geschwindigkeit im Zeittakt vor sich.

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Brauerei Beck

Beck’s Brauerei bremenDie Brauerei Beck in Bremen ist mittlerweile Weltbekannt, da das Beck’s Bier in alle Herren Länder exportiert wird. Gegründet wurde die Brauerei Beck im Jahre 1873 unter dem Namen Beck & May. Es wurden gleich zu den Anfängern Hefekulturen in eigenen Laboren gezüchtet, die für höchste Qualität bürgen sollten. Die gute haltbarkeit ermöglichte Exporterfolge. Akteull werden ca. 34 Millionen Kästen Beck’s Bier jährlich in über 100 Länder exportiert. In den USA sind 85% der deutschen Biere Beck’s Biere. Und es gibt keine Lizenzbrauerein in fremden Ländern, sondern alles was den Namen Beck’s trägt, wird auch in Bremen nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut.

Außer dem weltbekannten Beck’s Pilsener das „normale“ Becks Bier werden auch noch ein dunkles Lager, ein Oktoberfestbier und diverse alkoholfreie und Lightbieregebraut.

Nach wie vor dürfte vielen der Werbespruch : „Beck’s löscht Kennerdurst“ bekannt sein.

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Augustiner Bräu

Augustiner Bräu München EdelstoffDie Augustiner Brauerei „Augustiner Bräu“ in München / Bayern blickt auf eine lange Tradition zurück. Das Augustinerkloster wurde 1294 gegründet und bereits 1328 wurden erste berichte über die Brauerei in diesem Kloster bekannt. Im Jahre 1803 ließ Napoleon das Kloster auflösen. In der Klosterschenke wurde jedoch weiterhin Bier gebraut und auch ausgeschänkt. 1817 ist die Brauerei an den jetzt noch bestehenden Standort gezogen. Augustiner gehört zu den Brauereien, die Lizenz zum Ausschank auf dem Münchner Oktoberfest haben.

Bekannt und beliebt ist vor allem das Augustiner Edelstoff, es wird jedoch auch das Oktoberfestbier gebraut, ein leichtes Lagerbier, ein Dunkles nach Münchner Art udn nur in den Wintermonaten ein starkes Bockbier im Klosterbierstil, welches den Namen „Maximator“ trägt.

Die Geschichte von Augustiner-Bräu, mit über 670 Jahre Tradition die älteste Brauerei Münchens, beginnt wohl im Jahre 1294, als der Grundstein des Augustiner-Klosters auf dem Haberfeld an der „Neuhauser Gasse“ gelegt wurde. Urkundlich anerkannt ist, dass bereits 1328 im Kloster-Gebäude ein Brauhaus bestand und dort auch vorzügliches Bier gebraut wurde. Dies änderte sich auch nicht durch einen Großbrand eben in diesem Jahre, bei dem das Bauwerk verschont blieb.

1328 gilt also als Gründungsjahr der Augustiner-Brauerei, die damit die älteste aller bestehenden Münchner Brauereien ist. Vom aller ersten Tag an bis zur Säkularisierung im Jahre 1803, als auch etliche weitere Klöster in Bayern durch Reformen verstaatlicht wurden, wurde im Brauhaus fortwährend das sehr bekannte Bier gebraut. Dieses wurde dann in der hauseigenen Schenke, sehr beliebt wegen der freundlichen Stimmung, verkauft, da das Kloster sowohl Brau- als auch Ausschankrechte besaß. Des weiteren war die Brauerei von sämtlichen Steuern befreit, sozusagen als Bonus vom Fürsten für die außerordentliche Qualität des produzierten Bieres.

Nach der Übernahme des Klosters durch den Staat und den Auszug der Ordensbrüder wurde das Brauhaus privatisiert und 1817 in die Neuhauser Straße 275, mittlerweile Nr. 27 und in der Fußgängerzone gelegen, verlegt. Die Brauräume wurden bis 1885 im zweiten Stammhaus beherbergt und später fand dort die beliebte Gaststätte, die wohlgemerkt heute noch existiert, ihren Platz, obwohl zur Wende ins 19. Jahrhundert durch den bekannten Architekten Emanuel von Seidl komplett neu gestaltet. Die nächsten Räume der Brauerei wurden das Kellerareal an der Landsberger Straße, heutzutage Nr. 31-35 und auch Standort des „Bräustüberl“, und sind es bis heute geblieben.

Dieser letzte und inzwischen bewährte Umzug ist der Familie Wagner, namentlich Herr Anton und Frau Therese, zu verdanken, die 1829 den Betrieb kauften und daraufhin diesen als Privatbrauerei führten, so wie alle ihre Nachfolger bis in die heutige Zeit. Im Laufe seiner Geschichte hat Augustiner-Bräu einige Kriege, eine Privatisierung und viele Erweiterungen überstanden, ohne jemals seine Philosophie zu vergessen, geschweige denn die Qualität seines Bieres aufs Spiel zu setzen. Diese Tatsache hat Augustiner-Bräu zu einem Stück Münchner Kultur und die Stadtteilwirtschaften und Biergärten – hauptsächlich den „Augustiner-Keller und den „Hirschgarten“ – zu Stätten Altmünchner Geselligkeit und Gemütlichkeit gemacht.

Das Augustiner-Bier wurde ab 1328 fast 500 Jahre lang im Kloster der Ordensbrüder nahe dem Dom zu München gebraut. Erst nach der Säkularisierung 1803 und der darauffolgenden Privatisierung zog Augustiner-Bräu 1817 in die Neuhauser Straße, wo heute noch das bekannte Stammhaus steht. 1829 übernahm die Familie Wagner den Betrieb, welcher 1885 in das Kellerareal an der Landsberger Straße verlegt wurde. Im zweiten Weltkrieg erlitt die Brauerei sehr schwere Schäden, aber längst erstrahlt der ganze Komplex mit der langen, denkmalgeschützten Backsteinfassade wieder in alter Pracht.

Mit erheblichen Investitionen wurde die Kapazität erweitert und gleichzeitig tüchtig im Unternehmen rationalisiert. Auf zwei vollmechanisierten Abfüllstraßen wird das Flaschenbier abgefüllt, dem Fassbier – im traditionellen Holzfass – widmen die Braumeister ihre besondere Pflege und Beachtung. Malz von seltener Qualität wird noch in der eigenen Tennenmälzerei hergestellt. Der ganze Betrieb wird über umweltfreundliches Erdgas mit Heißwasser versorgt. Die Dampfschwaden aus dem Sudhaus werden nicht wie früher einfach in die Luft geblasen, sondern zur neuen Energiegewinnung verdichtet. Das Brauwasser wird aus dem eigenen Brunnen aus 230 m Tiefe hochgepumpt und es hat hervorragende Trinkqualität. Das ausgezeichnete Bier wird unter anderem auch im hauseigenen Brauereiausschank an der Landsberger Straße, dem „Bräustüberl“, ausgeschenkt.

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Andechser Klosterbrauerei

Andechser Klosterbrauerei Andechs

In Andechs in Bayern, etwas südlich von München oberhalb des Ammersees im Kreis Starnberg gelegen sind die Mönche und das Kloster hauptsächlich für das starke Bockbier bekannt. Seit 1455 wird in dem kleinen Ort Andechs im oberbayrischen Fünf-Seen-Land Bider gebraut. Das Benediktinerkloster wurde damals von Herzog Albrecht II. von Bayern gegründet. Hier kann man eine Verbindung aus Kloster und Brauerei besichtigen, denn das Bier wird auch im Kloster selbst ausgeschenkt. Rustikal geht es dort zu und man kann auch recht häufig Menschen in Bierseeligkeit erleben, die vielleicht etwas zu viel konsumiert haben von dem nahezu himmlichen Gebräu. Das Benediktinerkloster ist heute ein Wallfahrtsort für fromme und auch durstige Pilger

Andechs Kloster Foto

Der Ausschank hat jedoch eher etwas Kantinenmäßiges oder man fühlt sich an die Zeit des Studiums und die Mensa erinnert, wenn man zunächst zur Kasse geht, um dann mit seinem Tablett auf dem Schubwege die bezahlten Speisen und getränke zu bekommen, sich dann einen Platz auf den Bierzeltgarnituren zu suchen um sich endlich das starke Klosterbier einzuverleiben. Denn im Andechser Kloster wird Bockbier gebraut. Es gibt zwar auch Lagebier in Hell und Dunkel, obergäriges Weizen und ein Helles, welches als Oktoberfestbier durchgehen kann.

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Bitburger-Brauerei

Bitburger Brauerei PilsenerGegründet wurde die Bitburger-Brauerei 1817 von Johann Peter Wallenborn in Bitburg. Gebraut wurde zunächst ausschließlich obergäriges Bier. Das erste Bier nach Pilsener Art braut die Brauerei in Bitburg 1883. Die heute gebräuchliche Bezeichnung „Pils“ oder „Pilsener“ setzte sich nicht zuletzt dank eines von Bitburger gewonnen Rechtsstreit gegen die in Pilsen ansässiger Brauereien durch.


Im Zweiten Weltkrieg wird die Bitburger Brauerei nahezu vollständig zerstört. Nach dem Krieg wird bereits 1945 wieder das erste Bier gebraut und 1949 läuft der Betrieb wieder nahezu auf vollen Touren.

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König-Brauerei

König Pilsener Brauerei DuisburgGegründet wurde die König-Brauerei von Theodor König im Jahre 1858 in dem Ort Beeck nahe Duisburg. Bereits zu dieser Zeit wurde in der König Brauerei nach Pilsener Brauart gebraut, obwohl zu dieser Zeit hauptsächlich einfache, obergärige Biere angesagt waren.

Bereits 1900 konnte die Brauerei fast 50000 Hektoliter absetzen, hauptsächlich im nahen Duisburger Bereich. Aktuell beträgt der Ausstoß ca. 1,8 millionen Hektoliter pro Jahr. Seit Juli 2004 ist die König-Brauerei eine 100%ige Tochtergesellschaft der Bitburger Getränke Verwaltungsgesellschaft.

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Holsten-Brauerei

Holsten Brauerei Hamburg Ritter LogoDie Holsten-Gruppe gehört seit dem Erwerb durch Carlsberg im April 2004 zur Carlsberg Deutschland Gruppe mit den Unternehmen Holsten-Brauerei AG, Hamburg, Mecklenburgische Brauerei Lübz GmbH, Brauerei Feldschlößchen, Carlsberg Vertriebsgesellschaft West mbH.

Mit der Gründungsversammlung am 24.05.1879 im preußischen Altona begann die Geschichte der Holsten Brauerei. Die erste Verkostung fand 1880 statt. Aufgrund der guten resonanz wurde dann auch umgehend mit der Produktion begonnen. Bereits zu dieser Zeit wurde das Holsten-Logo, der Ritter auf einem feurigen Ross entworfen und genutzt. Bereits 1891 wurde die erste Dependance im Ausland errichtet: The Holsten Brewery Ltd. In London.
In den zwanziger Jahren wurde der Einfluss von Holsten in Deutschland über die Stadtgrenzen Hamburgs hinaus erweitert durch diverse Zukäufe.
Der Zweite Weltkrieg führte zu starken Beschädigungen der Holsten-Brauereien. Auch hier war die Not eine Tugend, so dass der neuaufbau zu Modernisierungen genutzt wurde. So wurde bereits in den 50er Jahren Bier in Dosen abgefüllt, um den Export zu erleichtern.
Ende des letzten Jahrtausends kann Holsten sogar den Ortsansässigen wettbewerber, die Bavaria-St.-Pauli-Brauerei übernehmen, die für die Marke ASTRA verantwortlich ist. Kurz darauf wird auch Licher in Hessen übernommen und im Jahr 2000 kann sogar das König der Biere, die König-Brauerei in Duisburg mit der Marke König-Pilsener erworben werden.

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